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    Tarifrunde Postbank Zweite Verhandlungsrunde – Kein Angebot

    Tarifrunde Postbank Zweite Verhandlungsrunde – Kein Angebot

    Warnstreiks werden in Hessen ausgeweitet

     

    Postbank-Kundinnen und Kunden in Frankfurt könnten bald wieder vor den geschlossenen Türen ihrer Filiale stehen. Denn die Gewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Postbankfilialen in Frankfurt/Main und Region im Zuge der aktuellen Tarifverhandlungen zum Warnstreik auf. Auch der Zahlungsverkehr wird beeinträchtigt sein. Denn die Beschäftigten der DB Privat- und Firmenkundenbank, der Betriebs Center für Banken, der PB Firmenkunden und der PCC Service werden ebenfalls in den Streik gerufen. Die Streiks finden in der Zeit vom 5. bis 7. September statt.
    „Bisher gab es ausschließlich alte Phrasen zu Niedrigzinsphase und Kostendruck statt eines fairen Angebots. Deshalb müssen wir jetzt mit Warnstreiks den Druck erhöhen,“ so Gerd Tausendfreund, Gewerkschaftssekretär des Fachbereichs Finanzdienstleistungen bei ver.di Hessen.

    Tausendfreund sieht für die Verhandlungen durchaus Gestaltungsspielräume, die weiter ausgeschöpft werden können. In 2018 erarbeitete jede*r Mitarbeiter*in pro Monat einen Bruttogewinn von Höhe von 2.580 Euro. „Da muss doch auch für die Beschäftigten mehr drin sein“, so Tausendfreund. In einem schwierigen Umfeld mit großen Umbrüchen müsse zudem honoriert werden, dass Beschäftigte täglich über ihre Grenzen gehen und den Kunden immer noch in den Fokus stellen.

     

    Massiver Personalabbau, zahlreiche interne Veränderungen und Umstrukturierungen machen die tägliche Arbeit nicht leichter. Die Altersstruktur weist eine Tendenz nach oben auf. Die Krankenquote verbessert sich seit Jahren nicht.
    „Die Beschäftigten am Schalter, im übrigen Kundenkontakt und im Backoffice stehen jeden Tag unter immensem Druck, dies soll der Arbeitgeber angemessen honorieren,“ fordert Annegret Kaiser als Fachbereichsleiterin im Landesbezirk Hessen.

     

    Die ver.di- Forderungen im Überblick:

     

    • Erhöhung der Gehälter um 7%, mindestens 200 Euro

    • Wahlmöglichkeit, den Gehaltsabschluss auch im Freizeit umwandeln zu können

    • Erhöhung der Azubivergütungen um 100 Euro auf mindestens 1.000 Euro im ersten Ausbildungsjahr und für alle Azubis die Angleichung auf 30 Tage Urlaub

    • Sechs Gesundheits- und Entlastungstage für ver.di-Mitglieder

    • Anspruch auf Altersteilzeit

    • Anspruch für alle Beschäftigte auf ein 13. Monatsgehalt

    • und weitere spezielle Forderungen für einzelne Teil-Unternehmen