Frauen und Gruppen

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    Hanau ver.di Hanau

    Fast geschafft… überholt der Equal Pay Day den internationalen Frauentag?

    In den letzten 12 Jahren hat sich der Equal Pay Day (EPD) ca. 2 Tage pro Jahr dem Ziel der Entgeltgleichheit genähert. Mal ging es schneller, mal langsamer. Das erste Etappenziel, den internationalen Frauentag einzuholen, ist fast geschafft: Wir begehen den EPD am 10. März 2021 - feiern ist aber noch nicht angesagt!

    Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell in Deutschland 19 Prozent beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 69 Tage (19 Prozent von 365 Tagen), die Frauen zum Jahresanfang unentgeltlich arbeiten müssen.

    Im Jahr 2022 wollen wir den internationalen Frauentag am 8. März auf jeden Fall überholen. Doch machen wir uns nichts vor, der Weg ist steinig.

    Im Corona-Jahr 2020 haben wir Frauen sensationelle sieben (7!) Tage aufgeholt. Der letzte EPD war am 17. März 2020. Die gewonnen sieben Tage stimmen optimistisch, doch wenn frau genauer darüber nachdenkt, könnten auch ganz unterschiedliche Gründe dafür verantwortlich sein.

    Ist es nicht so, dass besonders viele Frauen in den systemrelevanten Berufen tätig sind, die auch während der Lock-Down-Phasen voll gearbeitet haben? Insbesondere in der Alten- und Krankenpflege arbeiten zum großen Teil Frauen. Außerdem sitzen wir an den meisten Kassen im Supermarkt. Beide Bereiche waren eher nicht von Kurzarbeit, und den damit einhergehenden Gehaltseinbußen, betroffen. Das könnte einen Teil der Aufholjagd erklären. Ob das wirklich so ist, werden Studien untersuchen müssen. Erste Erkenntnisse über diese Zusammenhänge liefert die Studie „STAND DER GLEICHSTELLUNG. Ein Jahr mit Corona“ des gewerkschaftsnahen WSI (https://www.boeckler.de/pdf/p_wsi_report_64_2021.pdf).

    Aber bei all der Freude zum großen Fortschritt im letzten Jahr, fragt frau sich doch, ob das wirklich nachhaltig ist. Noch ist echte Entgeltgleichheit weit entfernt. Doch die Entwicklung zeigt, wenn wir uns gemeinsam stark machen, kommen wir Schritt für Schritt unserem gemeinsamen Ziel näher. Gleiches Geld für gleichwertige Arbeit!

    Mehr Infos zum Thema Entgeltgleichheit von den ver.di Frauen unter https://frauen.verdi.de/themen/gleiches-geld

    Aufstehen gegen rechte Gewalt! Wir erinnern uns und vergessen nie!

    Vor einem Jahr, am 19.2.2020 wurden in unserer Nachbarstadt Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven ermordet.
    Eine davon war Mercedes Kierpacz, Frau und Mutter. Eine aus unserer Mitte. Merkt euch ihren Namen und erzählt von ihr. Damit sie nicht vergessen wird.
    Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Ermordeten. Wir stehen an ihrer Seite und unterstützen sie in ihrer Forderung nach:
    Erinnerung, Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen.
    Wir fordern euch auf wachsam zu sein gegen jegliche Form von Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung von Menschen. Setzt euch im Alltag aktiv und solidarisch füreinander ein. Wir können gemeinsam gegen die Gewalt, den Hass und den Neofaschismus etwas tun.
    Indem wir zum Beispiel keine Parteien wählen, deren Mitglieder sich offen rassistisch und menschenfeindlich äußern. In dem wir achtsam sind, wenn am Arbeitsplatz, Kolleginnen und Kollegen rassistisch beleidigt werden und aktiv eingreifen, ihnen zur Seite stehen.
    Wir dürfen es nicht länger zulassen, dass eine radikale Minderheit unser tolerantes und friedliches Leben in Vielfalt und unsere Demokratie zerstören möchte. Wenn ihr etwas unternehmen möchtet aber unsicher seid was zu tun ist, meldet euch gerne bei uns. Solltet ihr selbst von Anfeindungen oder Übergriffen betroffen sein, nehmt Kontakt mit uns auf. Wir sind für euch da. Gemeinsam finden wir eine Lösung.
    Liebe Frauen, haltet Ausschau nach Gedenkaktionen, die um den 19.2. geplant sind und die im Rahmen der Coronaregeln durchführbar sind. Beteiligt euch. Es ist wichtig, dass wir aufstehen und uns positionieren.
    Euer ver.di Frauenrat Frankfurt am Main & Region

    Frauen ver.di Hilfetelefon

    Frauenrat Frankfurt am Main & Region

    Gleichstellung, Entgeltgleichheit, Selbstbestimmung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf - die ver.di-Frauen kennen die Knackpunkte im Alltag, die immer noch hauptsächlich Frauen betreffen. Der Frauenrat ist eine Plattform, um gemeinsam Themen zu diskutieren und in Gewerkschaft und Politik einzubringen. Wir organisieren politische und kulturelle Veranstaltungen und gemeinsame Unternehmungen und freuen uns über aktive Frauen, die mitmachen wollen.

    Kontakt und nächste Termine über bzgf.ffm-region@verdi.de.

    Unser E-Mail-Infoverteiler

    Um Einladungen zu Veranstaltungen des ver.di-Frauenrats Frankfurt am Main & Region zu erhalten, kann man sich auf unseren Infoverteiler setzen lassen. Bitte dazu eine Mail schreiben an bzgf.ffm-region@verdi.de. Damit willigt man ein, dass ver.di die Daten zur Zusendung von Informationen zu gewerkschaftlichen Themen und Frauenthemen nutzt.

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