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Main-Taunus- & Hochtaunuskreis

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Stolpersteine Hans Elflein Stolpersteine

Erste Stolpersteine in Bad Homburg

Am 18. Mai 2016 sind in Bad Homburg unter großer öffentlicher Anteilnahme die ersten elf Stolpersteine für jüdische Bürgerinnen und Bürger Bad Homburgs verlegt worden. Am Abend fand in der Humboldtschule eine Feierstunde statt, in der die Verlegung der Bad Homburger Stolpersteine von mehreren Seiten gewürdigt und in einen historischen Zusammenhang gestellt wurde. Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig – inzwischen sind es einige Tausende in Deutschland und anderen europäischen Ländern – erinnern an den letzten Wohnorten der Opfer des nationalsozialistischen Schreckensregimes mit Namen und Lebensdaten an Menschen, die dort unter uns lebten, bevor sie in die Vernichtungslager verschleppt und dort ermordet wurden. Dass überhaupt Stolpersteine in Bad Homburg verlegt werden können, ist einer bürgerschaftlichen initiative zu verdanken, die die Schicksale der verfolgten Menschen erforschte und mit Beharrlichkeit und Unterstützern aus der Zivilgesellschaft die anfängliche Skepsis auf der stadtpolitischen Ebene überwinden konnte. Der ver.di Kreisvorstand des Hochtaunus- und Main-Taunus-Kreises unterstützt die Initiative durch persönliches Engagement und durch Finanzierung von zwei Stolpersteinen.

Aktiv am Frauentag ver.di Aktiv am Frauentag

Auch in diesem Jahr verteilte der Kreisvorstand HTK/MTK am Internationalen Frauentag - zusammen mit Kolleg/innen des jeweiligen Fachbereichs - rote Rosen an arbeitende Kolleginnen. In den Hochtaunuskliniken in Bad Homburg waren auch vier Krankenpflegeschüler mit von der Partie. In der Kreisverwaltung des Hochtaunuskreises in Bad Homburg wurden die Frauen von Mitgliedern des Kreisvorstands und von Vertrauensleuten gemeinsam angesprochen (Bild). In seinem Flyer bezog sich der Kreisvorstand auf die von den ver.di-Frauen in diesem Jahr in den Mittelpunkt gestellte Forderung „Zeit genug - Kurze Vollzeit für alle“.

presse.mitteilung: ver.di-Kreisvorstand HTK/MTK: Unterstützung der europaweiten Protest-Aktionen gegen die geplanten Freihandelsabkommen CETA, TTIP und TISA

Der ver.di-Kreisvorstand Hochtaunuskreis/Main-Taunus-Kreis (HTK/MTK) hat sich bei seiner letzten Sitzung erneut mit den Freihandelsabkommen CETA, TTIP und TISA beschäftigt: In vielen Veranstaltungen, auch im Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis, wird derzeit über die geplanten Freihandelsabkommen CETA, TTIP, TISA informiert und diskutiert. Der ver.di-Kreisvorstand Hochtaunus/Main-Taunus teilt die vielfältigen Sorgen der Bürgerinnen und Bürger über die gravierenden Risiken dieser Freihandelsabkommen und unterstützt daher die europaweiten Protest-Aktionen gegen die geplanten Freihandelsabkommen.

ver.di hat sich auch der Europäischen Bürgerinitiative gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA angeschlossen und informiert auch in den Betrieben und Verwaltungen.

Während über das Abkommen TTIP noch verhandelt wird, liegt das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada mittlerweile als Vertragswerk vor. Der DGB hat den Text in seiner Stellungnahme von Anfang Dezember 2014 für „nicht zustimmungsfähig“ befunden. „In keinem Fall“, so heißt es da, dürfe es „spezielle Klagerechte von Investoren gegen Staaten geben“. Kritik üben die DGB-Gewerkschaften deshalb vor allem an drei Aspekten des CETA-Textes:

·         CETA enthalte "ein problematisches Investitionsschutzkapitel und spezielle Klagerechte von Investoren gegen Staaten",
·         CETA enthalte "keine effektiv durchsetzbaren Regeln zum Schutz und zur Verbesserung von Arbeitnehmerrechten",
·         CETA verfolge "bei der Dienstleistungsliberalisierung einen Negativlistenansatz und schützt öffentliche Dienstleistungen nicht ausreichend".

Der ver.di-Kreisvorstand HTK/MTK weist darauf hin, dass die USA die folgenden sechs (von insgesamt acht) Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)  NICHT ratifiziert haben:

1.    Die Koalitionsfreiheit, also auch das Recht der Beschäftigten, sich frei zu organisieren, etwa in Gewerkschaften;
2.    Recht auf kollektiv verhandelte Tarifverträge;
3.    Abschaffung der Zwangs- und Pflichtarbeit allgemein, vor allem wegen des Einsatzes von Häftlingen für private Unternehmen;
4.    Gleicher Lohn für gleiche Arbeit von Mann und Frau;
5.    Mindestalter für den Eintritt in ein Arbeitsverhältnis;
6.    Verbot der Diskriminierung in der Arbeitswelt wegen Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, politischer Meinung, nationaler und sozialer Herkunft.

Der Protest gegen TTIP und CETA weitet sich unterdessen aus: Die Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA, ein Bündnis aus mittlerweile über 320 Organisationen, hat binnen weniger Monate über 1,5 Millionen Unterschriften gesammelt. Rund 97 Prozent der teilnehmenden Personen, Verbände und Firmen lehnen Schiedsgerichte zur Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Staaten und Konzernen ab, so lautet das veröffentlichte Ergebnis einer offiziellen EU-Konsultation zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Das Europäische Parlament berät zurzeit über eine Resolution zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP. Im Mai dieses Jahres soll die Resolution bei der Plenarsitzung in Straßburg verabschiedet werden. Schon mehrfach hat das Parlament der EU-Kommission klare Grenzen aufgezeigt und so zum Beispiel das ACTA-Abkommen zu Fall gebracht.

Norbert Gentemann, Vorsitzender des ver.di-Kreisvorstandes HTK/MTK: “Jetzt kann noch Einfluss auf die Resolution genommen werden, daher ist es wichtig jetzt die  europaweiten Protest-Aktionen gegen die geplanten Freihandelsabkommen, insbesondere CETA, TTIP und TISA, zu unterstützen. Daher sollten möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mit ihren Abgeordneten in Kontakt treten und fordern: Die Institutionen der Europäischen Union und ihre Mitgliedsstaaten sollen die Verhandlungen mit den USA über die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP)  stoppen, sowie das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen (CETA) mit Kanada nicht ratifizieren.“

Alexander Klein, stellv. Geschäftsführer ver.di-Bezirk Frankfurt am Main und Region, fügt ergänzend hinzu: „Wir als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wollen verhindern, dass Arbeits-, Sozial-, Umwelt-, Datenschutz- und Verbraucherschutzstandards gesenkt sowie öffentliche Dienstleistungen (z. B. Wasserversorgung) und Kulturgüter dereguliert werden. Erhalt und Ausbau der öffentlichen Daseinsvorsorge ist eine zentrale Säule des demokratischen und sozialen Rechtsstaates.“

neuer Vorstand ver.di Vorstand

Neue Gesichter im Kreisvorstand ver.di-Hochtaunuskreis/Main-Taunus-Kreis

Bei der Kreiskonferenz von ver.di im Hochtaunuskreis/Main-Taunus-Kreis (HTK/MTK) in Bad Homburg wurde Norbert Gentemann zum neuen ehrenamtlichen Vorsitzenden des Kreisvorstandes gewählt. Gentemann folgt auf Clemens Selzer der nicht mehr angetreten war.  Stellvertretender Vorsitzender des ver.di-Kreisvorstandes HTK/MTK wurde Thomas Wickerath.

Der 58-jährige Gentemann ist Systemanalytiker und BR-Vorsitzender bei Amadeus Germany und seit vielen Jahren in der Gewerkschaft aktiv. Zentrales Thema des neuen Vorstandes für die vierjährige Amtsperiode wird es sein, den Stellenwert der öffentlichen Daseinsvorsorge in der Öffentlichkeit deutlich zu machen. In den nächsten Monaten wird der Kreisvorstand  das geplante transatlantische Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP) als Schwerpunkt thematisieren.

Der Kreisvorstand ist ein ehrenamtliches satzungsgemäßes Gremium. Er vertritt die Interessen der örtlichen Mitglieder innerhalb und außerhalb von ver.di. Die Gewerkschaft hat als Arbeitnehmervertretung eine doppelte Leitungsstruktur: Haupt- und ehrenamtliche Funktionäre. Die weiteren neugewählten Mitglieder des Vorstandes sind: 

Michael Altmann, Peter Bottor, Andreas Hett, Susanne Höhler, Wilfried Hölzer, Christian Isselbächer, Detlef Könnecke, Dietmar Mohr, Petra Rinner, Rudolf Schoen, Clemens Selzer, Iris Siebach-Krieger, Peter Völker-Holland, Bernd Vorlaeufer-Germer und Rudolf Welter.