Über uns

    Stadt und Kreis Offenbach

    Stadt und Kreis Offenbach

    Mindestlohn hat Offenbach mehr Lohn und Beschäftigung gebracht

    Neue DGB-Analyse drei Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns

    Seit drei Jahren gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn. Ulrike Eifler, Regionsgeschäftsführerin des  DGB Südosthessen, zieht zu Beginn des neuen Jahres eine positive Bilanz. „Der gesetzliche Mindestlohn hat für viele mehr Lohn und der Wirtschaft mehr Beschäftigung gebracht. Der Mindestlohn hat den privaten Konsum angekurbelt und so auch zum aktuellen Aufschwung beigetragen. Darauf lässt sich aufbauen.“

    Sowohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung als auch die Löhne haben sich in Offenbach seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 positiv entwickelt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Von Januar 2015 bis Ende August 2017 lag das Plus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Stadt bei 7,2 Prozent. Mehr als viermal so hoch war der Anstieg sozialversicherungspflichtiger Teilzeit- und Vollzeit-Beschäftigung (ohne Minijobber) im Baugewerbe mit 31,0 Prozent.

    Für das kommende Jahr sieht Eifler allerdings auch Verbesserungsbedarf. „Im Jahr 2018 wird erneut über die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns verhandelt. Dabei muss er so weiterentwickelt werden, dass er wirklich existenzsichernd ist.“ Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), die die Einhaltung des Gesetzes kontrollieren soll, müsse zudem personell aufgestockt werden. Notwendig ist aber auch die Vereinfachung der Kontrollen, etwa durch eine Vorschrift tagesaktueller Arbeitszeit-Dokumentationen oder eine Verwahrung der Unterlagen am Arbeitsort, so Eifler. „Die bisherigen Regelungen bieten zu viele Einfallstore für Manipulationen. Wer gegen Regeln immer wieder die Bürokratiekeule schwingt, hat offenbar kein Interesse an der korrekten Durchsetzung des Mindestlohns.“

    Die Parteien einer künftigen Bundesregierung forderte Eifler auf, „die große sozialpolitische Reform Mindestlohn vor Angriffen zu schützen, diskriminierende Ausnahmen zu beseitigen und die Rahmenbedingungen für einen existenzsichernden Mindestlohns zu schaffen.“

     

     

     

    Ulrike Eifler

     

    DGB Südosthessen

    Regionsgeschäftsführerin

     

    Willy-Brandt-Str.23

    63450 Hanau

    Telefon: 06181-24216

    Telefax: 06181-257761

    Mobil: 0170-78 70 684

     

    ulrike.eifler@dgb.de

    www.suedosthessen.dgb.de