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    ver.di-Bundestarifkommission beschließt Forderung für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit Bund und VKA

    Bundestarifkommission beschließt Forderungen zur Tarif- und Besoldungsrunde Bund
    Wir sind es wert!
    Am 08.02.2018 hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst (BTK) die Forderungen für die
    Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
    (VKA) beschlossen. Tarifbeschäftigte wie verbeamtete ver.di-Kolleginnen und Kollegen sind aufgerufen, gemeinsam
    und engagiert für einen guten Abschluss in der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 einzutreten.

    Die Forderungen im Überblick
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert
    für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen
    Dienstes bei Bund und Kommunen:
    6,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens
    aber 200 Euro pro Monat
    eine Erhöhung der Ausbildungs- und Anwärtervergütungen
    sowie Praktikantenentgelte um 100
    Euro pro Monat
    eine Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich
    abgeschlossener Ausbildung
    eine Laufzeit des Tarifvertrages von 12 Monaten
    Die Erwartungen an die Arbeitgeber richten sich u.a. ferner
    auf:
    eine Anhebung des Zusatzurlaubs für Schicht- und
    Wechselschichtarbeit um 50 Prozent
    die Verlängerung der Regelungen zur Altersteilzeit
    30 Tage Erholungsurlaub für Auszubildende und
    Anwärterinnen und Anwärter
    die Erweiterung der Regelungen bei Leistungsminderung
    ein kostenloses Nahverkehrsticket
    ver.di erwartet vom Gesetzgeber, dass das Tarifergebnis
    zeit- und wirkungsgleich auf den Beamtenbereich übertragen
    wird.
    Foto: Kay Herschelmann
    Es gibt gute Gründe für unsere Forderungen:
    Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes haben auch ein
    Recht, an wirtschaftlichem Wachstum und steigender Produktivität
    teilzuhaben.
    Schon seit 2015 nehmen Bund, Länder und Kommunen
    insgesamt mehr ein, als sie ausgeben. Für 2017 wurde ein
    Überschuss von 38,4 Milliarden Euro erreicht, der weiter
    kräftig steigen wird. Die Wirtschaftsforschungsinstitute sagen
    45 Milliarden Euro für 2018 und 50 Milliarden Euro für
    2019 vorher. Nach der Steuerschätzung vom November
    2017 werden die Steuereinnahmen gegenüber der Schätzung
    vom Mai 2017 nochmals stärker steigen. Jahr für Jahr
    nimmt der Bund demnach drei Prozent mehr an Steuern
    ein und die Steuereinnahmen der Kommunen sollen sogar
    um rund fünf Prozent jährlich steigen.
    Die Beschäftigten von Bund und Kommunen brauchen
    deutliche Lohnsteigerungen, die mithelfen, die bestehende
    Lücke zur Tariflohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft
    von ca. vier Prozentpunkten zu verringern.