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Tarifrunde Versicherungen - dritte Streikwelle

Tarifrunde Versicherungen - dritte Streikwelle

In der laufenden Tarifrunde für die bundesweit rund 170.000 Beschäftigten des privaten Versicherungsgewerbes verschärft ver.di erneut Proteste und Warnstreiks. Am Donnerstag, den 13.7. legten deshalb über 400 Beschäftigte aus Frankfurt am Main und Wiesbaden im Rahmen einer bundesweiten Streik-Woche die Arbeit nieder.

Das von den Arbeitgebern vorgelegte Gehaltsangebot ist in Kombination mit der Weigerung, Zukunftsthemen tarifvertraglich zu regeln, absolut inakzeptabel. Nach einem bundesweiten Streiktag am 19. Juni gibt es bisher nach wie vor keinen weiteren Verhandlungstermin.

Birgit Braitsch, Landesfachbereichsleiterin: „Mit der dritten Streikwelle wollen wir den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen, damit sie endlich ein angemessenes Gehaltsangebot unterbreiten. Ein Entgelttarifvertrag, der – wie bisher angeboten - über drei Jahre Reallohnverluste festschreibt, ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten einer Branche, die hohe Gewinne erwirtschaftet und teilweise Rekorddividenden an Aktionäre ausschüttet. Zudem erwarten wir, dass die Arbeitgeber ihre Verweigerungshaltung aufgeben und mit uns Regelungen bezüglich eines Zukunftstarifvertrages „Digitalisierung“ vereinbaren.“

Die Arbeitgeber hatten zuvor Gehaltssteigerungen angeboten, die sich über einen Zeitraum von drei Jahren auf Erhöhungen von durchschnittlich 1,1 Prozent pro Jahr belaufen.

Deshalb demonstrierten am Donnerstag, den 13. Juli 2017, Beschäftigte der Allianz Frankfurt a.M. und Beschäftigte der SV SparkassenVersicherung und SV Informatik Wiesbaden für ihre berechtigten Forderungen.

Auch die Hessenschau berichtete life: http://hessenschau.de/tv-sendung/video-37470.html