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Hessischer Appell für mehr Krankenhauspersonal

Hessischer Appell für mehr Krankenhauspersonal

Der Apell und die Unterschriftenliste sowie weitere Flyer nebenstehend zum Download --->

Es fehlt an Personal im Krankenhaus. Die Versorgung ist in Gefahr. Patient*innen und Angehörige leiden darunter. Die Beschäftigten haben ihre Belastungsgrenze längst überschritten.

Nach unseren Berechnungen fehlen in den Krankenhäusern in Hessen über 11.000 Stellen im nichtärztlichen Bereich. Das heißt:  Es fehlt jeder sechste Arbeitsplatz. Die Folgen für die Beschäftigten sind schlechte Arbeitsbedingungen. Ausgerechnet diejenigen, die uns gesund machen sollen, werden durch ihre Arbeit selbst krank. In Deutschland muss eine Pflegekraft pro Tagesschicht  im Durchschnitt 10 Patient*innen betreuen. In England sind es acht, in den Niederlanden und in der Schweiz fünf und in Norwegen sogar nur vier. Wissenschaftlich ist belegt, dass mit jeder/-m zusätzlich zu betreuenden Patienten das Sterberisiko um sieben Prozent steigt (RN4Cast-Studie).  Deshalb geht dieses Thema uns alle an. Fast jeder von uns benötigt irgendwann in seinem/ihrem Leben eine oder mehrere Krankenhausbehandlungen. Wir als Patient*innen und als Angehörige sind die Leidtragenden dieser Entwicklung. Wir wollen eine bessere Krankenhausversorgung für uns. Dafür brauchen wir mehr qualifiziertes Personal im Krankenhaus.  Derzeit gefährdet die Arbeitssituation im Krankenhaus nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch die Gesundheit der Beschäftigten. Das muss anders werden. Eine gesetzliche Regelung zur Personalbemessung im Krankenhaus ist die richtige Lösung des Problems. Wir unterstützenmit diesem Appell die gewerkschaftliche Bewegung für mehr Personal im Krankenhaus und fordern gleichzeitig die politisch Verantwortlichen zum Handeln für eine gesetzliche Personalbemessung auf.

Erstunterzeichner*innen:
Jürgen Bothner (ver.di Hessen), Peter-Martin Cox (NGG Landesbezirk Südwest), Michael Erhardt (IG Metall Frankfurt/M.), Andreas Grün (GdP Hessen), Philipp Jacks (DGB Frankfurt-Rhein-Main), Gabriele Kailing (DGB Hessen-Thüringen), Hannes Rosenbaum (IG BAU  Hessen), Michael Rudolph (DGB Nordhessen), Volker Weber (IG BCE Hessen-Thüringen)