Service

    Arbeitsvertragsberatung

    Arbeitsvertragsberatung

    “Ach, Frau Müller, unterschreiben Sie doch mal eben gerade …”

    Mit solchen und ähnlichen Sätzen werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerne überrumpelt, einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. So unter Zeitdruck gesetzt, übersehen die Beschäftigten oftmals das sogenannte „Kleingedruckte“ in dem neuen Vertrag oder schätzen harmlos aussehende Formulierungen falsch ein. Was aussieht wie eine geringfügige Änderung, weil zum Beispiel eine Namensänderung erforderlich ist, hat oftmals fatale Auswirkungen auf das Arbeitsverhältnis. Es gibt keinen Grund für überstürztes Handeln! Unser Rat: niemals sofort unterschreiben! Niemand kann von einem Arbeitnehmer verlangen, dass er einen neuen Vertrag unterschreibt, ohne dass er ihn vorher in Ruhe durchgelesen hat. Alles muss seine Richtigkeit haben. Lassen Sie sich den Vertrag oder eine Kopie aushändigen und verlangen Sie Bedenkzeit. Besprechen Sie die Änderungen mit Ihren ver.di-Vertrauensleuten bzw. Ihrem ver.di-Betriebsrat. Rechtlichen Rat bietet auch Ihr zuständiger ver.di-Fachbereich. Diesen erreichen Sie über unsere verdi-Telefonzentrale: 069 2569-0.

    Notfall-Leitfaden für Beschäftigte

    Für den Fall: „Ach, kommen Sie doch bitte mal zu mir ins Büro.“
    1. Vor dem Gespräch herausfinden, worum es geht. Auf keinen Fall alleine zu dem Gespräch gehen. Sie haben das gesetzliche Recht, zu Ihrem Gespräch mit dem Arbeitgeber ein Betriebsratsmitglied Ihres Vertrauens hinzuzuziehen. Wenn das Betriebsratsmitglied Ihres Vertrauens gerade nicht anwesend ist, Verschiebung des Gespräches verlangen (§ 82 Abs. 2 Satz 2, § 83 Abs. 1 Satz 2, § 84 Abs. 1 Satz 2, § 85 Betriebsverfassungsgesetz)
    2. Im Gespräch selbst in aller Ruhe die Aussagen der Gegenseite zur Kenntnis nehmen, ggf. handschriftlich notieren.
    3. Bei Vorwürfen keinesfalls sofort verbindliche Erklärungen abgeben, auch wenn das vom Arbeitgeber verlangt wird, sich nicht auf lange Diskussionen einlassen, nichts zugeben, sondern in aller Ruhe erklären, dass die Einschätzung des Arbeitgebers nicht geteilt wird. Bedenkzeit verlangen! Nichts unterschreiben!
    4. Gehen Sie danach sofort zum Betriebsrat und stellen Sie ihm den Sachverhalt noch einmal aus Ihrer Sicht dar.
    5. Geht es um die Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses – sofort Ihre Gewerkschaft ver.di anrufen.

    ver.di verfügt über ein großes Team von Gewerkschaftssekretärinnen und -sekretären, die über eine langjährige Erfahrung verfügen und sich durch regelmäßige Schulungen immer auf dem neuesten Stand halten.

    Die Beratung ist für Sie als ver.di-Mitglied vertraulich und kostenfrei! Voraussetzung ist die Zahlung des satzungsgemäßen Beitrags! Wir bieten Hilfe und Beratung, vereinbaren Sie einen Termin mit uns!